Herzliche Einladung

zum Taborfest

am 1. Juli 2018

 

In jedem Jahr ist für uns die Feier des Taborfestes ein besonderer Höhepunkt. Pater Kentenich erinnerte an solchen Festtagen gern daran, dass Feiertage vor allem auch Erneuerungstage sind. Was bedeutet das? Die Gnaden des Festgeheimnisses werden an diesem Tag erneut Wirklichkeit, wenn wir unser Herz dafür öffnen und darum bitten.

Es ist für uns eine gute Gewohnheit geworden, das Fest der Verklärung des Herrn durch eine 9-Tage-Novene vorzubereiten. In diesen Tagen lassen wir uns von Jesus einladen, mit IHM den Berg Tabor zu besteigen, um dort zu beten.

Es ist genau dieser Vorgang, zu dem uns unsere Jahresparole aufruft: Die Beziehung zu Gott immer wieder zu suchen und zu vertiefen.

Im Alltag sind wir vielen Einflüssen ausgesetzt. Wichtige und unwichtige Dinge nehmen unsere ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Oft jagt eine Arbeit die andere. Wir planen ständig neue Dinge für die Freizeit. Am Ende eines Tages haben wir manchmal das Gefühl, dass wir „gelebt“ wurden. Das geht nicht nur jungen Menschen so, darüber klagen auch Rentner. Aber wir brauchen Zeiten, die nur IHM und uns gehören, denn eine Beziehung will „gepflegt“ werden. Sie braucht Zeit.

Es ist erstaunlich, dass wir im Evangelium immer wieder lesen, dass Jesus sich zurückzog, um zu beten. Er „pflegte“ die Beziehung zu seinem Vater, und in diese Gemeinschaft nimmt er die Jünger mit hinein. Er lädt sie ein, mit ihm den Berg zu besteigen, um zu beten.

So lassen auch wir uns einladen, mit Ihm in diesen Tagen der Vorbereitung den „Berg“ zu besteigen.

Die Novene schenkt uns jeden Tag einen Impuls, den wir betrachten und auf uns anwenden.

Weit wollen wir dafür unsere Herzen öffnen, dass am Festtag selbst uns die Gnaden der Verklärung geschenkt werden können, dass der Vater auch zu uns sagt: Dies ist mein geliebtes Kind, an dem ich mein Wohlgefallen habe.

 

Menschen des Gebetes möchten wir sein; darum ist es notwendig, dass wir immer wieder Stunden und Tage reservieren, die Gott gehören. Wünschen wir uns gegenseitig, dass wir am Abend unseres Festtages mit Petrus sagen können: Hier ist wohl sein!

Wir wissen, dass der Weg von dort wieder in den Alltag führt: Geht, ich sende euch!

Aus der Begegnung mit Christus wird uns die Kraft geschenkt, in unserem Tun und Handeln von der empfangenen Liebe Zeugnis zu geben.